HEILPRAKTIKERIN  Martina Singh-Glowalla
Nur wer merkt, dass es dunkel ist, sucht nach dem Licht.

STÄRKEN SIE DAS SELBSTWERTGEFÜHL IHRES KINDES

Selbstwertgefühl ist das kostbarste, was Sie Ihrem Kind auf seinem Lebensweg mitgeben können. Schon wenige Regeln helfen dabei, ein gutes Selbstwertgefühl aufzubauen:

  • "Das hast du gut gemacht!" Loben Sie Ihr Kind nicht nur für gute Schulnoten. Erkennen Sie jeden Versuch und jede Bemühung Ihres Kindes an, etwas gut zu machen. Suchen Sie bewusst jeden Tag nach einer Situation, in der Sie Ihr Kind für sein Verhalten loben oder anerkennen können, .
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es lieben!
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie Vertrauen in seine Fähigkeiten haben. Je mehr Sie ihm zutrauen, desto mehr wird es sich selbst zutrauen. Die Sätze : " Das schaffst du schon!" oder " Ich glaub an dich!" und dann auch allein machen lassen,  setzen viel Selbstvertrauen ins eigene Handeln frei. Und wie stolz ist die Mutter oder der Vater und das Kind, wenn es dann die Aufgabe geschafft hat. Damit schaffen Sie eine positive Erinnerung, auf die das Kind  bei zukünftigen Vorhaben zurückgreifen kann.
  • Lassen Sie Ihr Kind ausprobieren und Fehler machen. Besprechen Sie hinterher mit Ihrem Kind was und warum es schief gegangen ist. So lernt Ihr Kind mit eigenen Fehlern umzugehen, und dass Fehler nicht das Ende der Welt sind.  Wenn Ihr Kind lernt, sich auch das Vorkommen von Fehlern zu erlaubt, dann wird es Ihrem Kind auch in der Zukunft leichter fallen, Neues auszuprobieren.  (Und wenn wir ehrlich sind, dann lernen wir aus unseren Fehlern am meisten!)
  • Kritisieren Sie klar und deutlich tadelnswerte Verhaltensweisen Ihres Kindes, niemals aber Ihr Kind selbst! Sagen Sie z.B.: "Du weißt, ich hab dich lieb, aber was du da gerade gemacht hast, war nicht in Ordnung!" Geben Sie auch klare Begründungen für Ihre Entscheidung mit an, damit das Kind verstehen kann, warum Sie sein Verhalten tadeln. Aber immer mit dem Gefühl, dass Sie es trotz alledem lieben. Und verwenden Sie immer eine dem Alter entsprechende Wortwahl und Sprache. Sie wollen ja mit Ihrem Kind kommunizieren und nicht an ihm vorbei.  Einem Dreijährigen müssen Sie nicht mit langen und komplizierten Erklärungen kommen. Da reicht eine kurze Erklärung von ein, zwei Sätzen vollkommen aus. Also z. B. : "Ich finde es nicht gut, dass du Emma gehauen hast. Emma ist jetzt traurig und weint." und geben Sie am besten auch gleich eine Verhaltensweise mit auf den Weg, wie Ihr Kind dieses falsche Verhalten wieder korrigieren kann. Also z. B. : "Geh mal, bitte, zu Emma hin und entschuldige dich." Oder "... mach ei."... "... biete ihr einen Bonbon an."...
  • Bringen Sie Ihr Kind nicht in peinliche oder für ihn oder sie  verletzende Situationen, in dem Sie es im Beisein anderer schlecht oder lächerlich machen oder zusammenstauchen. Das Vertrauen Ihres Kindes zu Ihnen wird darunter leiden.
  • Versuchen Sie die natürlichen Gefühle Ihres Kindes zu respektieren. Auch, wenn Sie sich vielleicht eine andere Reaktion gewünscht hätten. Aus  einem vorsichtigen und zurückhaltenden Kind werden Sie schwerlich einen sich in den Vordergrund drängenden  Anführer machen.